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Wer bezahlt was?

Hier finden Sie wichtige Infos zu Steuern, Umlagen, Abgaben und Gebühren

Konzessionsabgaben, Steuern, Umlagen & Abgaben: Es gibt viele Verpflichtungen, denen wir und auch unsere Kunden nachkommen müssen.

Bitte beachten!

Hinweise gemäß § 4 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (EDL-G)

Informationen zu Anbietern von wirksamen Maßnahmen zur Energieeffizienzverbesserung und Energieeinsparung sowie ihren Angeboten finden Sie auf einer bei der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) öffentlich geführten Anbieterliste unter www.bfee-online.de. Informationen zu Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der Energieeinsparung mit Vergleichswerten zum Energieverbrauch sowie Kontaktmöglichkeiten zu Verbraucherorganisationen, Energieagenturen oder ähnlichen Einrichtungen erhalten Sie unter

www.verbraucherzentrale.de www.energieagenturen.de

Steuern, Umlagen und Abgaben für Erdgas

Gas im Alltag - Diese Steuern und Umlagen fallen an

Um die Gaswirtschaft zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit in Deutschland weiterhin zu gewährleisten, hat die Bundesregierung zum 1. Oktober 2022 zwei neue Umlagen eingeführt: die Gasbeschaffungs- und die Gasspeicherumlage.

Gasbeschaffungsumlage

Die aufgrund der verminderten Importe aus Russland ausgefallenen Gasmengen müssen Gasimporteure zu aktuellen, sehr hohen Börsenpreisen ersatzbeschaffen. Aufgrund vertraglicher Regelungen können sie diese stark erhöhten Kosten jedoch nicht an Ihre Kunden weitergeben. Um Insolvenzen zu vermeiden und die Gaslieferketten in Deutschland aufrecht zu halten, hat die Bundesregierung daher auf Grundlage § 26 Energiesicherungsgesetz (EnSiG) und der neuen Gaspreisanpassungsverordnung die sogenannte „Gasbeschaffungsumlage“ eingeführt. Dadurch soll die Belastung durch die gestiegenen Ersatzbeschaffungskosten der unmittelbar betroffenen Gasimporteure gleichmäßig auf alle Gasverbraucher verteilt werden. Die Gasbeschaffungsumlage beträgt derzeit 2,88 ct/kWh brutto (2,419 ct/kWh netto). Die Höhe der Umlage kann sich in den kommenden Monaten noch verändern, sie wird vierteljährlich überprüft. Die Gasbeschaffungsumlage soll zum 1. April 2024 wieder entfallen.

Speicherumlage

Um die Energieversorgung durch volle Gasspeicher, insbesondere im kommenden Winter 2021/2022 zu gewährleisten und starke Preisausschläge einzudämmen, hat die Bundesregierung alle Betreiber von Gasspeicheranlagen in Deutschland dazu verpflichtet, ihre Speicher schrittweise zu füllen. Das neue Gasspeichergesetz gibt entsprechende Füllstände vor, aktuell: 1. September 75 %, 1. Oktober 85 %, 1. November 95 %, 1. Februar 40 %. Um die damit verbundenen Kosten zu decken, hat die Bundesregierung gemäß § 35 e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) eine neue Speicherumlage eingeführt, die ab 1. Oktober 2022 erhoben wird. Die Höhe der Umlage wird erstmalig am 18. August 2022 veröffentlicht und kann sich ebenfalls in den kommenden Monaten noch verändern. Die Speicherauflage ist bis zum 31.03.2025 begrenzt.

Die Bilanzierungsumlage wurde 2015 eingeführt, um den erwarteten Fehlbetrag aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie gemäß GABi Gas 2.0 (Grundmodell für Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregeln im Gassektor) zu decken. Hierbei geht es um den Gasfluss in den Netzen sowie den Geldfluss im Bilanzkreis zwischen den Netzen. Die Bilanzierungsumlage wurde bisher jährlich zum 1. Oktober festgelegt und über die Lieferanten an alle Endverbraucher weitergegeben. Der Satz der Bilanzierungsumlage wird getrennt für SLP- und RLM-Lieferstellen* angegeben. Im Jahr 2021/2022 lag die Höhe der Bilanzierungsumlage bei 0,00 ct/kWh. Zum 1. Oktober 2022 wird sie für SLP-Lieferstellen auf 0,68 ct/kWh angehoben.

*Die Abkürzung SLP bedeutet Standardlastprofil. Es wird zur Bestimmung des erwarteten Strom-Energiebedarfs von kleineren Verbrauchern genutzt. Kleinere Verbraucher sind beispielsweise Haushalte, kleine Supermärkte oder Reisebüros. 
  Die Abkürzung RLM steht für „Registrierende Leistungsmessung“. RLM-Zähler werden bei Kunden eingesetzt, die einen sehr hohen Verbrauch haben. Für Erdgas ist der Einbau eines RLM-Zählers ab 1.500.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr gesetzlich verpflichtet.

Die Energiewende wird weiter vorangetrieben: Ab 01. Januar 2021 tritt das neue Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) – als Teil des Klimapakets der Bundesregierung – in Kraft. Es verpflichtet Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Flüssiggas, Kohle, Benzin oder Diesel handeln, eine CO2-Abgabe auf in Verkehr gebrachte Brennstoffe zu leisten. Dazu müssen ab 2021 pro verkaufter Tonne CO2 Emissionszertifikate erworben werden. Alle Erdgasversorger sind von dieser Regelung betroffen. Dieser sogenannte CO2-Preis soll zu einem bewussteren Umgang mit fossilen Energieträgern bewegen, um die Klimaziele umzusetzen.


Der CO2-Preis ist eine neue gesetzliche Preiskomponente und wird genauso wie Steuern und Abgaben auf die Energiepreise erhoben. Der Preis für eine Tonne CO2-Emissionen ist für 2021 mit 25 Euro festgelegt. Er wird entsprechend des jeweiligen CO2-Ausstoßes, der bei der Verbrennung der Energieträger freigesetzt wird, umgelegt. Bei Erdgas beträgt der CO2-Ausstoß ca. 182 g pro Kilowattstunde. Daraus ergibt sich ein zusätzlicher Preis von ca. 0,54 Cent/kWh brutto in 2021. In den Folgejahren soll der CO2-Preis sukzessive weiter steigen, bis 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2-Emission.

Berechnung CO2-Preis je kWh Erdgas für das Jahr 2021:

CO2-Preis CO2-Emission Erdgas CO2-Preis je kWh Erdgas
25 €/t      
2500 ct/1000 kg   netto brutto
2,5 ct/kg  0,182 kg/kWh 0,455 ct/kWh 0,54 ct/kWh
Abgaben

Die Nettoarbeitspreise enthalten:

  • die ermäßigte Energiesteuer auf Gas in Höhe von zurzeit 0,55 Cent/kWh sowie
  • die Konzessionsabgaben für die Kommunen mit folgenden Höchstbeträgen
Abgabe
Bei Gas ausschließlich für Kochen und Warmwasser in Gemeinden mit bis zu
25.000 Ein­wohnern0,51 Cent/​kWh
100.000 Ein­wohnern0,61 Cent/​kWh
Bei sonstigen Tariflieferungen in Gemeinden mit bis zu
25.000 Ein­wohnern0,22 Cent/​kWh
100.000 Ein­wohnern0,27 Cent/​kWh

Steuern und Abgaben auf Wärme

Steuern und Abgaben auf Wärme

Auch bei Wärme und Wärmecontracting fallen Abgaben an, die wir an Sie weitergeben müssen. Welche Abgaben dies genau sind, das hängt davon ab, welcher Energieträger bei Ihnen zur Wärmeerzeugung zum Einsatz kommt.

Für Wärmelieferungen aus Erdgas werden u.a. der CO2-Preis, die Gasbeschaffungsumlage und die Gasspeicherumlage fällig. Weitere Infos gibt es im Abschnitt Erdgas.

Für Wärmelieferungen aus Strom werden z.B. die KWK-G- und die Offshore-Haftungsumlage fällig. Weitere Infos gibt es im Abschnitt Strom.

 

Erklärung nach dem Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG)

Die Stadtwerke Kalkar GmbH & Co. KG ist gesetzlich nicht verpflichtet, im Bereich Wärme an einem Verbraucherstreitbeilegungsverfahren teilzunehmen und nimmt daher an einem solchen Schlichtungsverfahren auch nicht teil.

Steuern, Abgaben, Umlagen und Ge­bühren auf Strom

Steuern und Abgaben auf Strom

Auf viele Kostenbestandteile des Strompreises haben die Stadtwerke Kalkar keinen Einfluss. So fallen unter anderem Konzessionsabgaben, Steuern und Netzentgelte an. Diese Kosten finden sich eins zu eins in Ihrem Strompreis wieder. Es gibt aber auch Kosten, welche durch Versäumnisse unserer Kunden von den Stadtwerke Kalkar erhoben werden müssen.

Welche Kosten dies im Einzelnen sind? Wir klären Sie auf. 

Der KWK-G-Aufschlag dient der Förderung von Kraft-Wärme-Kopplungs (KWK)- Anlagen, die gleichzeitig Energie und Wärme erzeugen. Am 19. Juli 2012 ist das neue KWK-Gesetz in Kraft getreten. Der KWK-G-Aufschlag und die EEG-Umlage werden auf jede verbrauchte Kilowattstunde umgelegt.

Alle Windparks auf dem Meer werden als Offshore-Windparks bezeichnet. Durch die Offshore-Haftungsumlage werden Verbraucher an Zusatzkosten bei Netzanschlussproblemen von Windparks beteiligt. Die Offshore-Haftungsumlage wurde in 2013 erstmalig erhoben. Nach § 17 f Abs. 7 EnWG 2012 sind Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet, die für den Belastungsausgleich erforderlichen Aufschläge auf die Netzentgelte (Offshore-Haftungsumlage) im Internet zu veröffentlichen.

Durch das Energiewirtschaftsgesetz und die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) wurde im Jahr 2011 vom Gesetzgeber eine zusätzliche Entlastung stromintensiver Betriebe beschlossen. Diese können eine vollständige Befreiung von den Netzentgelten bei der Bundesnetzagentur beantragen. Um diese Entlastung auszugleichen wird seit dem 01.01.2012 eine zusätzliche Umlage, die sogenannte StromNEV Umlage (Sonderkunden-Umlage) von allen Stromkunden erhoben.

Diese Umlage wurde erstmalig zum 1. Januar 2014 erhoben. Als abschaltbare Lasten gelten eine oder mehrere Anlagen zum Verbrauch elektrischer Energie. Die Anbieter von sogenannten Abschaltleistungen erhalten für deren Bereitstellung sowie für jeden Abruf eine Vergütung.

Die Konzessionsabgabe ist eine Gebühr, die an Kommunen gezahlt wird, um Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen nutzen zu dürfen. Die Höhe der Konzessionsabgaben ist abhängig von der Einwohnerzahl der Kommune und entsprechend gestaffelt.

Die Stromsteuer ist eine Verbrauchssteuer und gilt seit April 1999. Sie ist eine indirekte Steuer und wird über den Strompreis an den Endverbraucher weitergegeben. Circa 90 Prozent dieser Steuer fließen in die Rentenkasse.

Der Transport und die Verteilung von Energie zum Endverbraucher ist Aufgabe der Netzbetreiber. Diese erhalten dafür die sogenannten Netznutzungsentgelte, die durch die Bundesnetzagentur geprüft werden und von allen Netznutzern zu zahlen sind. Die jeweils gültigen Netznutzungsentgelte des für Sie zuständigen Netzbetreibers finden Sie auf dessen Internetseite. Ihren Netzbetreiber teilen wir Ihnen erstmalig in der Vertragsbestätigung und danach in den Jahresverbrauchsabrechnungen mit.

Links

Weitere Informationen erhalten Sie unter Netztransparenz – Informationsplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

Website Netztransparenz

Mahngebühren

Mahngebühren je Mahnung

3 Euro (Endpreis)

Einsatz eines Beauftragten zum Inkasso / zur Zwischenablesung

nach tatsächlichem Aufwand

Rücklastgebühren der Bank

nach tatsächlichem Aufwand